Soll ich beim Kunden das Whiteboard oder Flipchart benutzen? Soll ich beim Kunden das Whiteboard benutzen – Martina Beckmann
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Soll ich beim Kunden das Whiteboard oder Flipchart benutzen?

Soll ich beim Kunden das Whiteboard oder Flipchart benutzen?

Soll ich beim Kunden das Gespräch am Tisch sitzend führen oder soll ich fragen, ob ich sein Whiteboard oder Flipchart benutzen darf ?

Ich begrüße es immer, wenn ein Vertriebsmitarbeiter in der Informationsphase zum Stift greift und seine Erklärungen mit einer Zeichnung vertieft. Egal, worum es geht, eine Zeichnung schafft Gedankenstützen und hilft dem Kunden, meinen Ausführungen zu folgen. Nur wie und wo?

 Wenn ich mit dem Kunden alleine bin oder maximal zu dritt am Tisch, tendiere ich dazu, ein Blatt Papier in die Mitte zu legen und darauf zu skizzieren. Das gewährt Augenhöhe bei allen Personen und der Kunde kann leicht selber daran mitmalen. Das ist wie ein „Sandkasten“, den ich da aufbaue, jeder darf mitspielen! Es gibt allen am Tisch ein Gefühl, am Prozess beteiligt zu sein, außerdem bleibt es besser in Erinnerung. Ich lasse die Zeichung zum Schluss einfach da (nachdem ich sie ggf. fotografiert habe), so dass der Kunde unser Gespräch revuepassieren lassen wird, sobald er darauf guckt.

Anders ist es, wenn mehrere Personen am Tisch sitzen, dann bin ich auf Medien wie Whiteboard und Flipchart angewiesen. Ein Whiteboard ist breiter und sehr gut zum Skizzieren von Prozessen geeignet. Es ist abwischbar (ein „flüchtiges“ Medium), so dass ich Fehler schnell korrigieren und einfach Vorher- und Nachher-Effekte erzielen kann. 

Ein Flipchart hat den Vorteil, dass es wie das Blatt Papier ebenfalls ein „permanentes Medium“ ist und nach dem Gespräch hängen bleiben kann. Das Format gibt weniger her als das Whiteboard, aber für ein paar Gedankenstützen oder Zahlen reicht es vollkommen. Eine kurze Agenda für ein gemeinsames Meeting z.B. passt dort immer hin.

Die Regel ist bei beiden Medien: KISS – keep it short and simple! Benutzen Sie einfache Symbole, schwafeln Sie nicht unnötig und kommen Sie schnell zum Punkt. Bauen Sie eine Story ein, mit der das Produkt für den Kunden greifbarer wird, das ist besonders bei erklärungsbedürftigen oder softwarelastigen Produkten hilfreich.

„Ich kann nicht malen!“, das höre ich immer wieder. Ich auch nicht. Einfache Kästchen, Striche und Dreiecke kann jeder. Wenn ich die noch etwas anreichern möchte, gibt es tolle Bücher mit Vorlagen, die mit 2-3 Mal üben schnell zu lernen sind (Falls das als Werbung ausgelegt wird, ich bekomme kein Geld dafür, ich bin nur überzeugt von beiden Büchern: „Bildsprache: Formen und Figuren in Grund- und Aufbauwortschatz“, oder „Business-Symbole einfach zeichnen lernen. Die wichtigsten Motive für Flipchart und Whiteboard. Mit Schritt-für-Schritt-Zeichenanleitung“, beide von Edition Training aktuell).

Denken Sie bitte daran: Schauen Sie auf die Stifte, bevor Sie losmalen. Es gibt extra Whiteboard Marker, die abwischbar sind. Sie wären nicht der Erste, der das Whiteboard eines Kunden mit einem Permanent Marker oder einem Flipchartmarker vollschmiert und die Assistentin danach ihren Nagellackentferner opfern muss.

Fazit: Eine Visualisierung, und sei sie noch so einfach, unterstützt das Verständnis und fördert die gemeinsame Diskussion!

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